Nasenoperation – Teil 1

Nasenoperation – Teil 1

Teil 1

Da ich viele Nachrichten bekommen habe zu meiner Operation an der Nase und ich weiß, dass einige Menschen an einer behinderten Nasenatmung leiden, habe ich mich dazu entschlossen meine Erfahrungen der Behandlung mit euch zu teilen.

Vor der Operation

Atemprobleme habe ich eigentlich schon immer. Die letzten Jahre hat sich das aber deutlich verschlechtert, hauptsächlich im Bereich der Nasenatmung. Ich bekam durch die Nase kaum Luft, den Mund konnte ich daher nicht länger als 4-5 Sekunden zulassen. Das erschwert einiges, abgesehen vom Sport keuchte ich schon beim langsamen Treppensteigen. Dass ich letztendlich mit offenem Mund essen musste um genug Luft zu bekommen, hat mir den Rest gegeben. Der Arzt hat festgestellt, dass meine Nasenscheidewand krumm ist und die Nasenmuscheln zu groß sind. Außerdem hat er allergische Auslöser festgestellt, darauf gehe ich jetzt aber nicht näher ein. Er hat mir zu einer Operation geraten. Nach einigen Vorbesprechungen habe ich mich dann auch dafür entschieden.

Die Operation und der Aufenthalt im Krankenhaus

Die Operation wurde stationär im Krankenhaus unter Vollnarkose durchgeführt. Ich wurde in einen Vorbereitungsraum gebracht, bekam alle Anschlüsse, Atemmaske, Schmerzmittel, wovon mir sehr übel wurde, und anschließend sofort Schlafmittel – keine 2 Sekunden später war ich weg. Die OP ging 1 Stunde, ich wurde nach ca 2 Stunden wach und in mein Zimmer im Krankenhaus gebracht. Den restlichen Tag habe ich fast nur geschlafen, die Vollnarkose hat mich ziemlich umgehauen. Genauso wie am zweiten Tag. Die Nase wurde während der OP mit einem großen Pflaster abgeklebt und unter der Nase hatte ich einen Verband. Tamponaden hatte ich keine in der Nase, lediglich eine Schiene, die die Nasenwand stützt. Luft bekam ich dadurch gar nicht. Schmerzen hatte ich dann erst am zweiten Tag. Schlimmer als die Schmerzen war allerdings der Druck im Kopf, das Gefühl er würde bei der kleinsten Berührung platzen. Das hielt dann auch noch am dritten Tag nach der OP an. Dann wurden endlich Pflaster und Verband entfernt und zum ersten Mal das Blut abgesaugt. Dadurch hat sich der Druck im Kopf endlich etwas gelöst. Als das Pflaster weg war, hab ich erst gesehen wie extrem geschwollen meine Nase war. Nach 3 Tagen wurde ich dann aus dem Krankenhaus entlassen. 

Die ersten Tage Zuhause

Natürlich war ich froh die ersten Tage im Krankenhaus überwacht zu werden, die eigenen vier Wände waren mir aber dann doch lieber. Ein frisches Pflaster habe ich zum Glück nicht mehr bekommen, das nimmt einem nämlich wirklich die letzte Luft zum Atmen. Den Verband habe ich dann täglich selbst gewechselt. Von Tag zu Tag hat es aber zum Glück weniger geblutet. Allerdings war mein Körper total erschöpft von der Narkose und den starken Tabletten. Am ersten Abend zuhause ist mir sogar der Kreislauf zusammengebrochen, die ganze Sache ist also nicht zu unterschätzen. Die ersten Nächte sind leider sehr sehr unangenehm. Dadurch dass man die Nase zugeklebt hat und sich die Schienen in der Nase befinden, trocknet der Mund total aus. Kein Vergleich zu einer Erkältung Leute.. In der ersten Woche ist die Nase also angeschwollen, verstopft, eingeengt durch die Schienen und einfach nur eklig, sorry anders kann ich es nicht ausdrücken.

DAs entfernen der SChienen

Eine Woche später hatte ich dann einen Termin bei meinem HNO-Arzt (der übrigens auch selbst operiert hat). Das Entfernen der Schienen. Mir war so elend und daran bin ich selbst schuld. Ich habe mir vorher im Internet alle möglichen Horror-Storys über das Entfernen der Schienen/Folien durchgelesen, großer Fehler! Noch dazu ist das Blut in meiner Nase über Nacht auf einmal total verkrustet, was mir noch mehr Angst eingejagt hat. Ich habe also schon geheult bevor er meine Nase überhaupt berührt hat 😀 Er hat die Fäden abgeschnitten, hat an beiden Seiten zweimal gezogen und draußen waren die Dinger. Okay, es fühlt sich einen Moment so an als würde er etwas Gehirnmasse mit rausziehen, weil die Schienen einfach so weit drin waren (bis fast auf Höhe der Augenbrauen) und so unfassbar lang sind aber es ist auszuhalten. Vor allem weil man danach für ein paar Sekunden Luft bekommt – mein Gott was für ein schönes, erleichterndes Gefühl. Leider ist die Nase danach gleich wieder verstopft aber man kann für einen Augenblick erahnen wie sich Nasenatmung anfühlt 😀

Und an dem Punkt befinde ich mich momentan. Ich merke von Tag zu Tag eine kleine Besserung und gehe jeden Tag zum Arzt um die Nase abzusaugen, zu reinigen und die Wunde zu pflegen. Richtig frei durch die Nase atmen werde ich aber erst in ein paar Wochen können. Daher folgt ein Teil 2, wenn ich beurteilen kann ob sich die Operation gelohnt hat und ich alles hinter mir habe. Wenn ihr bereits Fragen habt, schreibt mir in die Kommentare. Bis dahin,

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